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Fritz-Greve Gymnasium
Am Zachow 39 - 17139 Malchin
gymnasiummalchin@t-online.de
03994 227205

Ein Windhauch über glitzerndem Wasser, ein Gefühl von Unbeschwertheit und Leichtigkeit, der Geruch von See und Natur in der Luft und mitten drin ein paar mutige Zwölftklässler, die ihre ersten Segelerfahrungen machten. Um genau zu sein, waren es 21 Schüler des Fritz-Greve Gymnasiums Malchin, die sich mit den Lehrern Herrn Gahrig und Frau Heuschkel vom 19. bis zum 23. September 2016 nach Ratzeburg begaben.

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Bereits zum 25. Mal infolge konnte diese Studienfahrt mit dem CVJM Freizeit- und Segelzentrum Ratzeburg organisiert werden und das Jubiläum sollte ein ganz besonderes werden.

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Die Anreise erfolgte am Montagmorgen um 9.00 Uhr in einem etwas überfüllten Regionalexpress und verlief trotz der relativ kurzen Umsteigezeit in Lübeck entspannt. Nachdem wir pünktlich um halb eins ankamen und unser Gepäck abgeholt wurde, konnten wir auf dem Weg zu der Unterkunft einen ersten Eindruck der Stadt und vor allem der Seen Ratzeburgs gewinnen. Dort eingetroffen, gab es eine stärkende Mahlzeit und kurze Einweisungen, bevor wir unsere Zimmer mit Seeblick bezogen. Wenig später fanden wir uns bereits in Dreiergruppen auf den uns zugeteilten Jollen wieder, ausgerüstet mit Schwimmwesten, aber ohne jegliches Vorwissen. Doch mit Unterstützung der äußerst geduldigen und freundlichen Segellehrer, gelang es uns zum ersten Mal die Segel zu setzen, das Ruderblatt zu befestigen und neue Knoten anzuwenden, was die Grundlagen für den späteren Erfolg darstellten. Wieder an Land wurde während des Abendessens bereits vorfreudig und etwas aufgeregt über die nächsten Tage diskutiert und auch später wusste der ein oder andere schon eine lustige Anekdote über „sein“ Segelboot zu berichten. Die folgenden Tage hatten dann alle eine ähnliche Grundstruktur: 08.15 gab es Frühstück, 12.30 Mittag und 18.00 Abendessen. Zwischen den Mahlzeiten segelten wir oder verbrachten die Zeit damit, theoretisches Wissen und Knoten zu erlernen. Am Dienstag konnten wir bereits zwei Manöver („Wenden und Halsen“) anwenden, um Bojen zu umsegeln und die Fahrtrichtung zu ändern. Da das Wetter auch abends noch herrlich war, entschlossen wir uns nach dem Abendbrot eine Paddeltour zu machen, welche trotz anfänglicher Schwierigkeiten (zumindest auf einem der drei Boote) durch einen wunderschönen Sonnenuntergang geprägt wurde und einen erfolgreichen Abschluss fand. Der nächste Tag begann und die Erkenntnis, dass zwar wieder schönes Wetter, aber kaum Wind war, wurde klar. Trotzdem fuhren wir das neu gelernte Manöver „Aufschießen“ und erhielten für die erfolgreiche Praxis dessen eine unglaublich tolle Belohnung: Mohrrüben. Letztendlich kam tatsächlich noch ein Wind auf, den einige nutzten, um unbekanntere Stellen des Sees zu entdecken. Abends entschloss sich ein Großteil der Klasse in den Kinofilm „SMS für dich“ zu gehen. Die Meinungen zu dem Film gehen weit auseinander. Donnerstag sahen die Windbedingungen noch schlechter aus, so dass das „Vormittags-Segeln“ verkürzt wurde und das „Nachmittags-Segeln“ sogar ganz entfiel. Das wichtige „Man-über-Bord Manöver“ gelang uns selbstverständlich trotzdem. Dafür mussten wir an diesem Tag die theoretische Prüfung absolvieren, die historisch erfolgreich ausfiel: Noch nie war ein Segelkurs unserer Schule so gut, jedoch galt dieser Test auch als Sportklausur, was wohl das Erfolgsgeheimnis war. Danach war die Stimmung ausgelassen und viele gingen im See baden oder probierten sich im „Stand-Up-Paddling“ aus. Bei manchen stellte dies jedoch keinen Unterschied, dar, weil das „Reinfallen“ oft unumgänglich war. Danach grillten wir gemeinsam und aßen draußen bei wunderschönem Wetter unser verdientes Abendbrot. Mittlerweile war die Nachricht durchgedrungen, dass wir bereits alle Manöver für die praktische Prüfung absolviert und damit also den Segelschein erreicht hatten. Dies führte zu einer noch fröhlicheren Stimmung. Später trafen wir uns in der Turnhalle wieder, um gemeinsam Volleyball und Fußball zu spielen. Wie immer waren die Spiele heiß umkämpft und anspruchsvoll. Letztendlich ließen wir den Abend noch als Klasse ausklingen und genossen das tolle Zusammengehörigkeitsgefühl, während wir auf die untergehende Sonne in der Ferne blickten, in Gespräche vertieft oder in Gedanken versunken. Der nächste Morgen sah dann für die eher unordentlichen Schüler etwas stressig aus, da sie ihr Zimmer pünktlich aufräumen und die Taschen packen mussten. Natürlich schafften es alle rechtzeitig und dann sollte es ein letztes Mal auf's Wasser gehen. Diesmal jedoch mit dem, im Gegensatz zu unseren Jollen, motorisierten Segelschiff „Alte Liebe“. Dort wurden uns auch endlich die Segelscheine überreicht und wir hatten noch einmal eine schöne Sicht auf den Ratzeburger Dom.Wohl aufgrund der Prüfungsergebnisse und unserem engagierten Auftreten ließ sich Herr Gahrig noch zu der lobenswerten Aussage hinreißen, dass wir der bisher beste und am weitesten gekommene Kurs der gesamten 25 Jahren Segeln in Ratzeburg seien. Für uns ein schöner abschließender Satz, obwohl uns das gar nicht so wichtig war. Am wichtigsten war, dass wir Spaß am Segeln hatten und die Zeit genießen konnten. 

[Johann Höpfner]

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