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Fritz-Greve Gymnasium
Am Zachow 39 - 17139 Malchin
gymnasiummalchin@t-online.de
03994 227205

Fritz-Greve-Gymnasium Malchin

Umweltschule in Europa/Internationale Agenda Schule-21 mit drei Sternen (2006 - 2019), Umweltschule in Europa seit 2004

BNE Modellschule, Digitale Schule und Ausbildungsschule

Urkunde 1

Herbst 1

 

Natur 2

ECO

Reportage Jugendkreativfestival Karnitz

Bewusst und trotzdem unbewusst – Unsere Zukunft gemeinsam gestalten

Mitten im Nirgendwo – Karnitz. Barfußlaufende Menschen, Unterkünfte in Containern, Gehwege aus Scherben und Flaschen in den Wänden – all das, was uns zuvor als fremd erschien. Ein Ort der wirkt, als wäre er von der Außenwelt abgeschirmt.Karnitz 1 2020

Am 12. September 2020 fand das Jugendkreativfestival am Projekthof Karnitz statt. Um 10 Uhr versammeln sich zahlreiche Schüler und Schülerinnen, unter ihnen einige, die noch nie zuvor an diesem Ort gewesen sind, in einer großen Halle zur Begrüßung. Von den LeiternInnen und OrganisatorenInnen, unter ihnen Isabel Contrino, Johanna Klauck, Cara Schulte, Oliver Never, Evan Sedgwick und Tim Jonas Urbanek, werden wir in die Absichten und den Ablauf der Veranstaltung eingewiesen. Um in die Thematik einzuführen wird dem Auditorium sowohl ein Vortragsvideo eines Wissenschaftlers sowie Livevorträge von Experten und ehrenamtlichen, aktivistischen Jungendlichen selbst, geboten. Hierbei werden Kommunikation, Bürgerinitiativen, die Veränderung des Zeitmanagements in einer Postwachstumsgesellschaft und die Vorstellung eines ökonomischen Kreislaufes thematisiert. Schon gleich bekommen wir mit, dass wir uns nicht nur um die Probleme der heutigen Zeit, sondern auch spezifisch um deren Lösungen eigenständig Gedanken machen müssen.

Direkt darauf sollen wir in Gruppen tätig werden und brandaktuelle Problematiken der heutigen Zeit zusammentragen. Dabei werden uns die Augen geöffnet und wir realisieren, dass wir etwas ändern müssen. Das wichtigste dabei ist, sich klare Ziele zu setzen und für diese bereit sein zu kämpfen! Helfen sollen uns diverse Workshops, in denen unter anderem Themen wie: eine Utopische Welt – wie könnte/sollte unser eigentlich grüner und blauer Planet in der Zukunft aussehen, ein Kreislauf der Wirtschaft oder aber auch eine alternative Wirtschaftsform – die Solidarische Wirtschaft, diskutiert werden.

Doch so viele Eindrücke und neugewonnene Erkenntnisse benötigen ihre Zeit, um verarbeitet zu werden. Eine Mittagspause kommt da gerade richtig. Zum Mittag, wie soll’s auch anders sein, wird eine herbstliche Kürbissuppe mit selbst hergestelltem Brot serviert. Diese schmeckt vorzüglich und regt unsere Kreativität und auch Motivation reichlich an. Wir tauschen uns eine Weile mit anderen Besuchern über den lehrreichen Morgen aus und vergessen dabei die Zeit.

Schon im nächsten Augenblick müssen wir eine Entscheidung fällen – welchen Workshop besuchen wir? Doch ein Entschluss fand sich schnell. Wir nehmen an einem weniger besuchten Workshop teil: Die Solidarische Wirtschaft, so der Name. Das erste Mal in unserem Leben kommt uns dieser Begriff zu Ohren und wir werden sofort neugierig. Was bedeutet diese Wirtschaftsform? Wie ist sie umsetzbar? Und wollen wir sie überhaupt umsetzen? All diese Fragen schwirren in unseren Köpfen umher und blieben nicht lange unbeantwortet. In den vorgesehenen Räumlichkeiten des Workshops angekommen, mussten wir nicht lange auf die Einführung warten. Leiter des Kurses Bettina Müller und Dario Farcy sorgen für ein gegenseitiges Kennenlernen, in Form einer kurzen Vorstellungsrunde. Die Geschichte Dario‘s weckte sofort unsere Aufmerksamkeit, worauf wir später noch zurückkommen werden.

Um in das Thema der Solidarischen Wirtschaft einzuführen werden ein weiteres Mal Probleme von ausgesprochen großer Aktualität zusammengestellt. Lobbyismus, Chancenungleichheit, Gruppenzwang und Anhäufung von Reichtum sind nur einige von vielen der gesammelten Begriffe. Alles Probleme, die für eine kleine Gruppe, geschweige denn für die Einzelperson, unumgehbar scheinen. Doch blickt man über den Tellerrand hinaus, so lassen sich Lösungen für diese Problematiken finden. Grundlage dessen kann jedoch ausschließlich eine Umstrukturierung von Gesellschaft und Wirtschaft sein. Hier kommt die vorher genannte Wirtschaftsform ins Spiel, welche nicht auf das private Kapital der verschieden Firmen, sondern primär auf ein gemeinsames Eigentum und Lokalität der Firmen wert legt.

Karnitz 2 2020In den eingeteilten zwei Gruppen liegt es nun daran, ein Schema zu entwickeln, welches der heutzutage etablierten kapitalisierten Wirtschaft eine bürgernähere Alternative bietet. Nicht immer kamen wir gedanklich mit, während der Gruppenarbeit. Zu fachwissenschaftlich waren Begriffe und Denkmotive. Mit dem Ergebnis, was daraufhin in der großen Gruppe zusammengestellt wurde, konnte sich jedoch ein Großteil identifizieren. Eine Umverteilung der Rollen innerhalb der Firmen, mit keinem direkten Oberhaupt, jedoch im Gegenzug vielen kleinen gemeinsamen Führungsrollen waren hierbei von großer Bedeutung.

Alternativen wie zum Beispiel die SoLaWi – eine Solidarische Landwirtschaft, wie sie unter anderem in Mecklenburg – Vorpommern selbst vielerorts vertreten ist, mit diversen Kleinbauern, welche unter Handarbeit ihre eigenen Produkte vermarkten. Dazu aber auch Konsum- und Produktionsgenossenschaften, wie SuperCoop in Berlin, geben uns Grund zum Nachdenken über eine verbesserte Wirtschaftsform. Sie sind sogar schon neben dem Kapitalismus vertreten und versuchen ihm die Stirn zu bieten.

Zum Abschluss des Lehrganges bewegte uns die Geschichte Dario Farcy’s, welcher aus Buenos Aires, Argentinien stammt. In der Vergangenheit verbrachte er einige Jahre in seinem Heimatland und unterstütze Firmen der Region. Dort ist die Form der solidarischen Wirtschaft verbreiteter als in der Bundesrepublik. Aufgrund der verbreiteten Armut des Landes in Südamerika, bat die solidarische Wirtschaft eine Alternative für kleine Firmen, um nicht im großen System unterzugehen. Diese Angelegenheit stellte sich für uns ebenfalls sehr komplex dar, weswegen wir nicht den gesamten Teil der Erzählung und den Ausschnitt des Filmes „REpresente“ von Fracy verstanden. Klar erschien uns jedoch die Lage seines Mutterlandes und die Bedeutung der neuen Wirtschaftsform. Mit diesem Beitrag verabschiedet man uns und hinterlässt Spuren in unseren Köpfen. Bewusster, mit dem Blick auf Alternativen, werden wir durch unsere Gegenwart gehen.

Bei Kaffee und Kuchen werten wir im Anschluss die Erarbeitungen aller Arbeitsgruppen aus. Vielseitig gestalten sich dabei die Vorträge der einzelnen Gruppenmitglieder.

Der Tag am Projekthof neigt sich allmählich dem Ende zu, doch die Gedanken und Anregungen verfolgen uns weiter. Wie nahe doch ökonomischere Wege liegen und wie bedrohlich es nicht nur um den Planeten als solches, sondern auch um die Gesellschaft steht, hatten wir vorher nicht zu denken vermocht. Mit einem positiven und gleichzeitig kritischen Blick auf unsere gemeinsame Zukunft verlassen wir gegen vier Uhr am Nachmittag die abgelegene Ortschaft Karnitz und freuen uns wiederzukehren.

Lotte Röseler & Joseph Berteit

Schuljahr 2020/2021

30.07.2020

Willkommen, liebe neue Schülerinnen und Schüler,

Willkommen zurück, liebe Fritz-Greve-Schülerinnen und Schüler!

Am 3. August erwarten wir euch alle in unserer Schule. Frau Kulbe, Herr Meinhardt, Frau Müller und 32 Lehrerinnen und Lehrer freuen sich, wenn wir euch begrüßen können und wieder Unterricht in der Schule stattfindet.

Einiges ist neu:

Die 11. und 12. Klassen haben das ganze Haus 2 und den Schulhof für sich.

Die 7. und 8. Klassen haben vorwiegend die Räume und den Schulhof auf der Seite des Lehrerparkplatzes von Haus 1 für sich.

Die 9. und 10. Klassen halten sich somit überwiegend auf der Seite mit den Tischtennisplatten von Schulhof 1 auf.

Kommt bitte am Montag zur 1. Stunde am besten gleich auf den jeweils beschriebenen Schulhofbereich. Gegen 7.50 Uhr werdet ihr von euren Klassenlehrern abgeholt.

Klassenlehrerstunden sind für alle Klassen in den 1. und 2. Stunden geplant. Bringt Schreibzeug, ein Hausaufgabenheft für den Stundenplan, einen Hefter mit linierten und karierten Blättern und viel Platz in euren Taschen mit.

Der Unterricht endet am Montag für alle Klassen um 13.30 Uhr. Mit welchen Fächern ihr bis zu den Herbstferien beginnen werdet und wie viele Stunden pro Woche es sind, seht ihr in der Tabelle „Stundentafel“.

Leider müssen wir in diesem Schuljahr auf das gemeinsame Elterngrillen nach den Elternversammlungen aus hygienischen Gründen verzichten.

Elternversammlungen finden für die 7. Klassen am 4. August ab 19.00 Uhr im Haus 1 statt. Die Elternversammlungen aller anderen Klassen am 11. August ab 19.00 Uhr.

Viel mehr und viel ausführlicher werden wir ab Montag über alle wichtigen Dinge wieder mit euch persönlich sprechen. Denkt an die Mund-Nase-Bedeckungen und erholt euch die nächsten Tage noch gut, damit wir mit Schwung in das Schuljahr 2020/21 starten können.

Alle Berufstätigen vom Fritz-Greve-Gymnasium sind wieder für euch da.

Iris Dürfeld

Schulleiterin

Information


19.06.2020

Liebe Schülerinnen und Schüler,

das Schuljahr 2019/20 mit dem ganz ungewöhnlichen 2. Halbjahr ist beendet. Alle Schüler der 7. bis 10. Klassen wurden versetzt. Am Ende des 2. Kurshalbjahres haben alle einen Bewertungsbogen mit den erbrachten Leistungen erhalten. Unsere Abiturienten werden ihre Zeugnisse erstmals ohne anschließenden Abiball bekommen.

Vielen ist es gelungen, die größeren Freiheiten in der Tagesplanung zu nutzen. Sie haben sich mit den Aufgaben der Fachlehrer auseinander gesetzt und den Mut gehabt, sich bei Fragen auch an diese zu wenden. Erste Erfahrungen mit dem Videounterricht wurden gesammelt.

Anderen fehlten das Schulklingeln und der tägliche Unterricht in der Schule, die Klassenkameraden, auch die Lehrer. Die unterschiedlichen Möglichkeiten, das Internet zu nutzen oder verschiedene technische Geräte zur Verfügung zu haben, waren auch Gründe, wenn manche Aufgabe nicht so gut bearbeitet wurde.

Jetzt wünschen wir euch sorgenfreie und erholsame Ferien.

Wer den Schulstart am 3. August nicht abwarten kann, wer überlegt, was im kommenden Jahr besser gemacht werden kann, kann sich ab 27. Juli gern wieder mit einer Mail an seine Lehrer wenden. Lasst auch uns etwas Erholung und in Ruhe überdenken, wie und was wir von diesem Jahr aufholen können.

Das Wichtigste, bleibt gesund.

Iris Dürfeld

Schulleiterin


 

KUNST

Die Ausstellung in der St. Johannis-Kirche ist eröffnet!

Auch in diesem Sommer – ab sofort und bis zum 04.08.2020 - kann man in der Malchiner Stadtkirche sehen, wie einfallsreich Schülerinnen und Schüler des Fritz-Greve-Gymnasiums mit Formen, Farben, Materialien umgehen. Eine Vernissage mit Musik gab es in diesem Jahr zwar nicht, aber wer sich in dem lichtdurchfluteten, angenehm kühlen Ausstellungsraum in der St. Johannis-Kirche aufhält, kann vielerlei Klänge und Worte wahrnehmen. Die Wasserspritzer des „Tauchers“ tönen aus grafischen Illustrationen zu Schillers Ballade, Blätterrauschen aus Landschaftsbildern und aus dem Buch mit sieben Siegeln, wenn man es öffnet.

Kunst 1 Kunst 2
   

Selbstporträts mit dem Blick auf den eigenen Charakter beweisen, wie kreativ man sein kann, auch wenn Räume und Kontakte begrenzt sind. Surreale Bildwelten entstanden aus Maiskolben in einem Metamorphose-Prozess. Ein Fotomarathon in den eigenen vier Wänden schärfte die Wahrnehmung für das vermeintlich Nebensächliche und in der Ausstellung findet man kreative Bildideen zu Themen wie „aus dem Mausloch betrachtet“ und „unerwartet“ und „hygienisch“.

Vergnügen bereitet immer, Redewendungen wörtlich zu nehmen und Neugierige können an einem Quiz teilnehmen, bei dem man Redewendungen aus der Bibel einem Objekt zuordnet. Auch wenn die Schüler zu Hause sehr kreativ waren: Einen Wassertropfen und die Kleinstlebewesen darin im Biologieunterricht in der Schule unter dem Mikroskop zu untersuchen und die Bilder davon im Kunstraum mit viel Farbe auf A2 zu vergrößern, macht einfach mehr Spaß. Welche Ideen Unterricht hervorbringt, der Fächer wie Kunst, Religion und Naturwissenschaftenverbindet, kann nun den ganzen Sommer lang auf Herz und Nieren geprüft werden.

Die Landschaftsbilder aus den 8.Klassen, welche gerade mit Urkunden und Preisen beim 67.Europäischen Wettbewerb gewürdigt wurden, kann man dann in der nächsten Ausstellung bewundern. Soraya Friedrichs gewann sogar einen Preis auf Bundesebene.

Herzlichen Dank an die Kirchgemeinde und den Pastor Markus Hasenpusch, welche die Ausstellung ermöglichten. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsvorschriften gelten auch für die Ausstellung. Die St. Johannis-Kirche ist zurzeit montags bis freitags von 11-15 Uhr geöffnet, ab 22.06.2020 Mo. bis Fr. 11-17 Uhr, samstags von 11-13 Uhr. Sonntags kann man vor und nach dem Gottesdienst auch die Ausstellung besichtigen.

Helga Locher, Eike Behrend, Ines Grönke-Thielking, Anne Willmann

Fritz-Greve-Gymnasium Malchin

Design und Programmierung | Medienagentur Warkentin